Neulich in der Klinik

Ich bin Anfang 2018  in einer psychiatrischen Klinik gewesen. Ich hatte Arztberichte aus anderen Klinikaufenthalten, aktuellen Medikamentenplan, eine Auflistung aller schon genommener Antidepressiva und auch eine Beschreibung meines bisherigen Lebens mit besonders einschneidenden Erlebnissen, die meine Psyche beeinflusst haben könnten (ich eine meine Lebensgeschichte so oft erzählt, bei jedem Arzt und jedem Therapeuten… ich war es einfach satt das gleiche immer und immer wieder zu erzählen) mitgebracht. Die Fragen waren wieder die selben. Niemand hat sich die Unterlagen angeguckt. Der Arzt wollte mit AD verschreiben, die ich zuvor schon mal erfolglos genommen hatte. Als ich ihn darauf ansprach sagte er nur: „Die sind aber gut!“. Als ich sagte, dass ich gerne den Therapieplan noch mal durchsprechen wolle, sagte man mir „Das machen wir aber immer so!“. Ich bekam auf einmal Medis, die ich nicht kannte ohne das dies mit mir abzusprechen war. An einem tag bekam ich Morgens, Mittags und Abends Tabletten, dann raunzte man mich Mittags an, was ich denn im Schwesternzimmer wolle, ich bekäme doch gar keine. Als mein Zimmernachbar entlassen wurde, sollte ich einen neuen Patienten auf mein Zimmer bekommen. Ich war zufällig im Schwesternzimmer zum Blutdruck messen als sich die Schwestern darüber aufgeregt haben, dass jemand aus der geschlossenen Station auf die offene verlegt werden sollte. Dieser jemand hätte dort schon alle zur Verzweiflung gebracht, da er permanent rum schrie (auch Nachts) und jeden beleidigte der an ihm vorbei lief. Ihr ahnt es schon: Er sollte bei mir mit aufs Zimmer.

Dies ist kein bericht aus einem 4-Wochen-Aufenthalt… Ich habe nach EINER Woche den Entschluss gefasst die Klinik zu verlassen. Die Schwester sagte zu mir, sie hätte es an meiner Stelle auch gemacht, sie würde dem Arzt bescheid geben, dann könnte ich das mit ihm besprechen. Als der Arzt zu mir kam, und hörte was ich will sagte er do tatsächlich zu mir, und ich schwöre das ist die Wahrheit: „Überlegen sie es sich noch einmal und schlafen sie noch eine Nacht drüber, man pinkelt einem Vorgesetzten nicht ans Bein!“

Ich habe direkt gepackt und bin gegangen.

Ich habe mir dann den Abschlussbericht ausdrucken lassen von meinem Hausarzt, darin stnd, dass ich gegen ärztlichen Rat gegangen bin, ich seit einem Jahr an Depressionen leide (wobei ich seit 2008 AD nehme) und es mir nach eigenen angaben zurm Zeitpunkt der Entlassung „so gut ginge wie nie zuvor“.

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